Richie Arndt and Band feat. Gregor Hilden

Persönliche Song-Highlights

Lieblingssongs – die haben wir wohl alle. Die meisten von uns trällern sie heimlich unter der Dusche. Die beiden Vollblut-Blueser Gregor Hilden und Richie Arndt haben daraus 2017 ein rein akustisches Album mit Neubearbeitungen von ihren persönlichen Song-Highlights der jüngeren Blues- Soul- und Rockgeschichte gemacht. Die Reaktionen waren so begeistert, dass eine Fortsetzung mit elektrischen Zutaten und einer kompletten Bandbesetzung folgte. Die Richie Arndt Band (Sascha Oeing, Bass & Peter Weissbarth, Drums) ergänzt bei diesem spannenden Projekt das bewährte Duo Hilden & Arndt, das bereits seit etlichen Jahren bei verschiedensten Studio- und Live-Projekten erfolgreich zusammenarbeitet. Das Konzert der Richie Arndt Band feat. Gregor Hilden wurde im Sommer 2020 exklusiv auf der Kanal 21-Open Air Bühne in Bielefeld für das international bekannte polnische „Blues na Świecie Festival“ aufgezeichnet, um es dort Live-On-Screen einzuspielen.

Dank der Kulturcookies gibt es jetzt ein Wiederhören der gemeinsamen Lieblingssongs der beiden Gitarristen. Klassiker von Fleetwood Mac, Hermann Brood und den Allman Brothers treffen auf einige eher unbekannte, überraschende Songperlen. Richie Arndt übernimmt den Gesangspart bei den neuinterpretierten Rock- und Blues-Klassikern. Gregor Hilden, international für sein gefühlvolles und virtuoses Gitarrenspiel auf seiner goldenen 1968er Les Paul bekannt, streut jazzige und bluesige Klänge in den druckvollen Sound der Band ein.

Richie Arndt
Nein, man muss nicht in New Orleans oder Memphis geboren sein, um den Blues zu haben. Seine eingängige Stimme und sein ebenso versiertes wie unaufdringliches Gitarrenspiel machen den gebürtigen Bielefelder zu einer herausragenden Persönlichkeit der deutschen Bluesszene. Richie Arndts große Leidenschaft gilt neben dem Blues der American Rootsmusic, den Wurzeln der heutigen Rock-, Pop- und Jazzmusik. Schon als Teenager hießen seine Helden Rory Gallagher, Johnny Winter und Jimi Hendrix, aber auch die großen Singer und Songwriter wie Van Morrison und Joni Mitchell beeindruckten ihn. Auf ihren Spuren entdeckte er seine Liebe zu „guter, handgemachter Musik“, suchte nach technischer Perfektion und Inspiration – und fand sie. Zusammen mit seinem ganz eigenen Stil: Einem Stil, dem der Blues seine warmherzige Seele gibt, während der Herzschlag, der Beat seiner Songs, oft Anklänge an Rock und Pop durchscheinen lässt.

Seit mittlerweile drei Jahrzehnten ist Richie Arndt in unterschiedlichen Formationen und Stilrichtungen unterwegs. Der ostwestfälische Gitarrist, Sänger und Songwriter ist mit seinem emotionalen Spiel, seinen bewegenden Liedern und Konzerten längst eine feste Größe der deutschen Musikszene. 1994 gründete er das Trio Richie Arndt & The Bluenatics. 15 erfolgreiche Alben, Auftritte auf Festivals vor über 15.000 Zuschauern, unzählige Clubkonzerte und Tourneen weltweit sind die Bilanz des bisherigen Schaffens eines der vielseitigsten Gitarristen Deutschlands. Im Frühjahr 2015 als „Best Contemporary Artist“ mit dem „Blues In Germany Award“ ausgezeichnet, erhält er im Juni 2016 den „German Blues Award – Bestes Album 2016“, für „Mississippi – Songs Along The Road“. Die lange, konzertlose Zeit hat der Musiker für sein neues akustisches Soloprogramm „Richie Arndt – Alone & Pure“ genutzt.

Gregor Hilden
Blues, Soul, rockige Einlagen und grooviger Jazz stehen auf dem Programm des Münsteraner Gitarristen. Mit unzähligen Auftritten und insgesamt 12 CDs und einer Live-DVD unter eigenem Namen ist Gregor Hilden seit langem in der Szene aktiv und mittlerweile auch international bekannt geworden. Das Fachmagazin „Gitarre und Bass“ widmete ihm mehrere Features, wies dabei auf Einflüsse von Peter Green und Larry Carlton hin und belegte sein Spiel mit Prädikaten wie „ökonomisch, flexibel und elegant“. Das charakterisiert Hildens Musik – eine Melange aus Blues, Jazz und Soul – denn auch höchst zutreffend.

Hildens Spiel ist nicht auf Attribute wie „besser“, „schneller“ oder „spektakulärer“ angewiesen, sondern überzeugt vielmehr durch einen gefühlvollen Stil, der höchst individuelle Noten besitzt. Ebendies verdeutlicht der Musiker auf seinen letzten CDs „Blue In Red“, „In Phase“ (2015) und „First Take“ (2018). Die E-Gitarre ist die „Stimme“ der vornehmlich selbst geschriebenen Titel, die allesamt die vielfältigen stilistischen Interessen des Musikers widerspiegeln: Blues, Funk, Jazz, souligen Pop und R&B. Der musikalische Bogen aber, der bei Hilden gespannt wird, ist umfassend: federnde, singende Gitarrenlinien treffen auf knackige Funk-Rhythmen, swingende Phrasierungen auf atmosphärische Balladen und mitreißende Grooves.

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